Die Rückkehr der Politoffiziere

Hallo Klardenker,

wer wird bei diesem Wettrennen die Nase vorn haben – die Angst vor dem Wetter oder die Angst vor dem Krieg?

Im Moment scheint die Sorge zu gewinnen, wie überstehe ich den Sommer. Da ist es doch gut, aus allen Kanälen erinnert zu werden, dass man Trinken könnte, in den Schatten gehen könnte, sportliche Aktivitäten vermeiden sollte……na, eben all das, womit wir früher nicht beschallt wurden, sondern was uns die Oma beigebracht hat bzw. der gesunde Menschenverstand empfahl. Fakt ist – bei Wärme wird man träge und müde. Das wird noch durch die anhaltenden Unmöglichkeiten des Weltgeschehens verstärkt, die uns in Daueranspannung halten bzw. die für eine echte Erschöpfung in den Köpfen und Körpern der Menschen gesorgt hat.

Natürlich machen all die Unsäglichkeiten keine Pause – Insolvenzen, Kündigungen, die Kürzungen bei den Fleißigen, um das Füllhorn für andere nutzen zu können bzw. Hauptsache die Grundausrichtung für das „Erstarken der Wirtschaft“ über den Weg der Rüstung festigt sich. EU-weit wird das voran getrieben – interessant fand ich auch die Tatsache, dass die USA 30 Waffensysteme finanzieren und innerhalb der EU 180 Waffensysteme nach Geld schreien. Aber dazu braucht es nicht nur das Geld, sondern vor allem die Köpfe der Bevölkerung.

Nun sollen also : „Jugendoffiziere beiderlei Geschlechts“ ( so tatsächlich die offizielle Verlautbarung….da frag ich mich doch, warum sind denn die anderen 75 Geschlechter nicht erwähnt? ) – also Jugendoffiziere sollen jetzt an den Schulen in Aktion treten, um unseren Kindern rechtzeitig den Weg zur Kriegstüchtigkeit zu weisen. Wurde über Jahre dafür gesorgt, dass die „Birnen“ hohler werden, das Niveau der Prüfungen gesenkt wurde, um überhaupt noch einen verträglichen Durchschnitt auf dem Papier zu erzielen, so ist nun wohl Platz, diesen Hohlraum neu zu füllen. Ab der vierten Klasse wird man gezielt in den Unterricht eingreifen, um die vermeintliche Notwendigkeit der Aufrüstung zu begründen und entsprechende Waffenbediener zur passenden Berufswahl zu animieren.. ….und wieder höre und sehe ich keinen beachtenswerten Protest oder Widerstand! Sind wir wirklich alle so müde und ausgelaugt? Das kann schon sein und ist verständlich. Auch ich schreibe nicht mehr so regelmäßig wie einst. Das „wahre Leben“ hält einen in Bewegung und bei manchen scheint der „Kampf gegen die Windmühlen“ zu anstrengend. Oder macht sich gar Resignation breit? Nein – das darf nicht sein – der Meinung bin ich nach wie vor. Egal wo Sie hinkommen – es brodelt, die Stimmung ist denkbar schlecht und der Unmut wächst sich zur Wut aus. Jeder stellt Veränderungen im Land fest, die das Leben komplizierter, teurer und nicht besser machen. Wir erleben hautnah, dass der Umgang mit jenen Menschen sehr schwierig ist, die vollkommen andere Strategien der Konfliktlösungen in ihrer Heimat gelernt haben, als sie unserem Naturell entsprechen und die uns seit Generationen beigebracht wurden. Über die Verspätung der Deutschen Bahn kann niemand mehr lachen, die Dauerausfälle des Nahverkehrs sind landesweit an der Tagesordnung und das erschwert jedem den Alltag. Die Post wird nicht mehr pünktlich geliefert oder verschwindet komplett auf dem Weg, die Straßenreinigungskosten steigen für uns von Jahr zu Jahr – nur die Reinigung findet immer unregelmäßiger statt – das Stadtbild hat sich auch diesbezüglich stark verändert….. und von den Zuständen im Gesundheitswesen muss ich wohl gar nicht erst anfangen ……. All das, was hier eigentlich vorbildlich funktionierte und was durch die Steuern der arbeitenden Fleißigen getragen wird, funktioniert immer weniger. Die Stimmung in der Bevölkerung ist schlecht weil die Lage im Land schlecht ist und das Vertrauen in die Zukunft geht von Tag zu Tag mehr verloren.

Wartet man jetzt auf die Wahlen, die dann eine neue Wende bringen sollen? Wenn das mal nicht ein Riesenirrtum ist. Ich zweifele gar nicht mal am Ergebnis – vor allem in den Gebieten der Aufgeweckten, nur denke ich, dass es bis dahin Erstens noch ein weiter Weg ist und Zweitens es genug Möglichkeiten zur Manipulation geben wird. Hinzu kommt, dass im heutigen Bundestag nicht mehr, wie ursprünglich, Vertreter der Bevölkerung – also Handwerker, Arbeiter und Studierte sitzen, sondern die studierten Funktionäre, die, da sie oftmals nie in die Niederungen der Arbeitswelt abtauchen mussten, in ihren Politikkreisen agieren. Wir erleben täglich die realitätsfernen und selbstgefälligen Auftritte der Politiker und Beschlüsse „unserer“ Demokratie. Aber nochmal zurück zu den Bemühungen, die Wehrtüchtigkeit und Wehrpflicht wieder hoffähig zu machen. Dass man Gegenwind erwartet, ist offensichtlich. Erste Schulstreiks gegen die Wehrpflicht gab es schon – vor allem in Brandenburg. Daraufhin erfolgte eine Warnung durch den Verfassungsschutz vor dieser Bewegung. Das Bildungsministerium Brandenburg verschickte ein Schreiben, das vor einer „Instrumentalisierung durch Linksextremisten“ warnt, die sich dieser Bewegung bedienen könnte. Die Berliner Zeitung bestätigte, dass „ein Schreiben als dienstliche Information des Ministerium für Bildung, Jugend und Sport an die staatlichen Schulämter zur Weiterleitung an die Schulleitungen“ gesendet wurde. Das ist eine bewährte Einschüchterungstaktik und ein Angriff auf die Meinungsfreiheit.

Ja, es ist wirklich Vieles im Argen – was machen wir nun mit den vielen Baustellen in der Gesellschaft, im eigenen Land und der Welt? Hilft es, wenn wir ständig alle Missstände aufzählen und wiederholen – meist im Kreis von Gleichgesinnten? Es ist nett, sich gegenseitig das Wissen um die Fakten abzunicken – macht ein gutes Gefühl von Gemeinsamkeit – hilft es aber wirklich weiter? Schafft es eine Veränderung zum Positiven? Nein. Was wir sprechen gestalten wir und es besteht die Gefahr, dass wir uns selber in die Dystopie führen. Die Bilder dafür sind schon lange im Kopf verankert – Hollywood sei Dank. Und die Sprache der Politiker unterstützt ihr Handeln – nicht zum Wohl der Völker. Alles ist ideologisiert, moralisiert und fern von Schöpfertum und Lebenskraft. Genau das müssen wir uns zurück holen! Die dauernde negative Befeuerung zermürbt, macht negative Gedanken, die sich in negativen Worten Luft machen, uns lähmen oder gar krank werden lassen. Man kann es durchaus auch als herbei geredetes Elend bezeichnen. Ich habe schon mehrmals dazu geschrieben, denn ich beobachte, wie sich Frustration und Resignation breit machen. Genau das wird wohl so gewollt – denn schon ist man leichter für die nächsten Unsäglichkeiten zugänglich…..

Da begegnet mir doch das folgende Gespräch mit Dr. Ulrike Guerot, die mir so sehr aus dem Herzen spricht. Sie bringt dort unter anderem ein Zitat von Vaclav Havel:

„Hoffnung ist nicht das, dass die Dinge besser werden. Hoffnung ist, dass man das Richtige tut – auch wenn sie nicht besser werden.“

und von Hannah Arendt stammt:

„Im gruppendynamischen Prozess geht es jeden Tag nur darum, was du tust.“

Und da hat Frau Guerot etwas getan und erlebt, was ich als Ansporn für das eigene Tun sehe.

Dr. Ulrike Guerot – ich habe die Elite angegriffen….

„Keine Mühe geben ist keine Option.“ – „Fehler machen – neu machen – besser machen.“ Das klingt so leicht und ist schwerer denn je.

Das Richtige tun – was das ist. Natürlich liegt das auch im Empfinden des Betrachters. Und doch gibt es ein jedem Menschen inne wohnendes Wissen um das was man tut und was nicht. Und es gibt das richtige Bauchgefühl mit dem gesunden Menschenverstand. Es ist viel getan worden, um auch das durcheinander zu bringen. Die meisten sagen, dass sie nicht glauben – und doch glauben heute viele einfach und wollen nicht wissen oder hinterfragen.

Eine eigene Meinung zu entwickeln und zu vertreten, wenn es darauf ankommt, ist durchaus eine Herausforderung. Und eben so schwer fällt es vielen, nicht die eigene Meinung mit Nachdruck zu äußern, wenn es einem unter den Nägeln juckt…..Sie kennen solche Situationen sicher zur Genüge. Gegenüber ist nicht selten ein hochgebildeter Mensch und man denkt sich – wie kann er das nicht verstehen oder sehen und reagiert mit Vehemenz und Eifer, als wäre eine Gegenmeinung blanke Ketzerei? Dem gegenüber steht der einfache Arbeitende, der ein viel besseres Gespür hat, dass da was faul ist oder nicht mit dem überein stimmt, was er so erlebt. Den gelernten DDR-Bürgern nutzen ihre Erfahrungen, um die Dinge einzuordnen. Es gibt inzwischen mehrere Bücher zu diesem Phänomen. Eins stammt von dem Philosophen Michael Andrick – vielleicht eine Sommerlektüre für Sie?

Buchempfehlung

Michael Andrick: „Im Moralgefängnis – Spaltung verstehen und überwinden“

Der Philosoph Michael Andrick zeigt, wie aus Meinungsverschiedenheiten bittere Fehden werden, woher das peinliche Schweigen in Familien und unter Kollegen rührt, sobald es um Politik geht, und wie neue Verständigung gelingen kann – eine Sommerlektüre, die genau zu diesem Klardenker passt.

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„Und als ich begann, mich tiefer mit den psychologischen Mechanismen dahinter zu beschäftigen, wurde mir klar: Es ist kein Zufall. Es ist System. Es ist genau so gewollt. Und es folgt exakt denselben Mechanismen, die auch in toxischen Beziehungen und Gehirnwäsche-Sekten eingesetzt werden.“

Aus dem Buch zitiert:

„Die perfekte Manipulation: Wenn der Verstand den Instinkt übersteuert

Der Mensch hat zwei grundlegende Systeme zur Wahrnehmung der Welt: den Instinkt und den Verstand. Der Instinkt ist das uralte, tief in der Evolution verankerte System, das uns vor Gefahren warnt, noch bevor unser Bewusstsein sie erfassen kann. Der Verstand hingegen ist das gelernte System, das uns hilft, komplexe Zusammenhänge zu analysieren und zu interpretieren.

Und hier setzt die Manipulation an.

Die effektivste Methode, Menschen zu kontrollieren, ist es, ihren Instinkt auszuschalten und ihn durch Narrative zu ersetzen. Ein einfacher Mensch, ein Handwerker oder Bauer, verlässt sich meist auf das, was er sieht, hört und spürt. Er stellt direkte Zusammenhänge her: „Die Politiker versprechen seit Jahren Besserung, aber es wird alles schlimmer. Da stimmt etwas nicht.“ Sein Instinkt lässt ihn stutzig werden.

Ein Akademiker hingegen wurde darauf trainiert, Instinkt als etwas Unwissenschaftliches abzulehnen. Er verlässt sich nicht auf eigene Beobachtungen, sondern auf das, was „seriöse Quellen“ sagen. Wenn alle Medien das Gleiche berichten, wenn die Universität es lehrt, wenn „Experten“ es sagen, dann muss es ja stimmen. Dasselbe Prinzip, das ihn dazu befähigt, wissenschaftlich zu arbeiten, macht ihn auch extrem anfällig für Manipulation: Er hinterfragt nicht mehr mit seinem Instinkt, sondern nur noch innerhalb des Rahmens, den ihm das System vorgibt.

Das konnte man wunderbar an den Reaktionen auf Vance beobachten. Weder Merz noch Pistorius setzten sich inhaltlich mit seinen Aussagen auseinander. Stattdessen folgte die Reflexreaktion: „Verschwörungstheoretiker!“ Es ist die immer gleiche Strategie: Jede abweichende Meinung wird pathologisiert. Wer der Regierung widerspricht, ist nicht etwa kritisch – er ist „krank“, „gefallenes Mitglied der demokratischen Gemeinschaft“, ein „Extremist“.

Warum Akademiker besonders anfällig sind

Sie haben gelernt, dass Wissen von oben kommt. Von der Grundschule bis zur Promotion wird ihnen beigebracht, dass Wissen aus Lehrbüchern, von Professoren, aus anerkannten Studien stammt. Ihr gesamtes Weltbild ist darauf aufgebaut, dass es eine „objektive Wahrheit“ gibt, die sie aus seriösen Quellen beziehen.

Sie wissen, dass es Konsequenzen hat, wenn sie die „falsche“ Meinung vertreten. Akademische Karrieren hängen von der Zustimmung der Fachwelt ab. Wer sich zu weit aus dem Fenster lehnt, riskiert seine Reputation, seine Forschungsförderung, seine Stelle. Das sorgt dafür, dass viele lieber mit dem Strom schwimmen.

Sie verwechseln Wissen mit Glauben. Weil sie daran gewöhnt sind, Wissen aus zweiter Hand zu beziehen, verwechseln sie häufig akademisches „Wissen“ mit Glaubensätzen. Ihnen ist nicht bewusst, dass sie nicht selbst überprüft haben, ob eine bestimmte Theorie wirklich zutrifft – sie vertrauen darauf, dass andere es für sie getan haben.

Sie haben mehr zu verlieren. Wer seinen sozialen Status über seine Bildung definiert, wird sich mit Händen und Füßen dagegen wehren, dass das, was er glaubt, falsch sein könnte. Denn das würde bedeuten, dass er sein gesamtes Weltbild hinterfragen muss.

Kein Wunder also, dass Akademiker in Medien und Politik in seltener Einigkeit Vance attackieren, während viele einfache Menschen instinktiv spüren: „Da ist was dran.“

Warum einfache Leute oft schneller durchschauen, wenn etwas nicht stimmt

Einfache Menschen sind weniger in Ideologien gefangen. Sie denken pragmatisch: „Funktioniert es oder nicht?“ Sie merken es sofort, wenn ihnen jemand Unsinn erzählt, weil sie sich nicht auf Theorien verlassen, sondern auf eigene Erfahrungen.

Sie haben keine Angst, falsch zu liegen. Sie haben nicht jahrzehntelang ein System durchlaufen, das ihnen beigebracht hat, dass es überlebenswichtig ist, „die richtige Meinung“ zu vertreten.

Sie haben einen gesunden Misstrauensreflex. Wer im Leben nicht nur durch Theorie, sondern durch Praxis gelernt hat, der weiß, dass Menschen oft lügen, dass Versprechen oft nicht eingehalten werden und dass Autoritäten nicht automatisch Recht haben.

Die historische Parallele: Warum Akademiker oft die schlimmsten Mitläufer sind

Man muss gar nicht lange suchen, um Beweise für dieses Phänomen zu finden. Unter den Nazis waren Akademiker oft die eifrigsten Mitläufer. Kaum eine Berufsgruppe war so stramm auf Linie wie Hochschullehrer, Wissenschaftler und Intellektuelle. Die einfachen Arbeiter und Bauern hingegen waren oft viel skeptischer – weil sie nicht in der Ideologie gefangen waren, sondern sich auf ihre eigene Wahrnehmung verließen.

Dasselbe Muster wiederholte sich in der DDR, in der Sowjetunion, im Maoismus: Die Elite war fast immer die erste, die sich der Ideologie unterwarf.

Und genau das sehen wir heute wieder. Akademiker klammern sich an „offizielle Wahrheiten“ – während einfache Menschen oft sofort merken, wenn sie belogen werden. Ein Abschluss, ein Titel oder eine Professur ist keine Garantie für kluges Denken. Im Gegenteil: Oft ist es ein Hindernis, weil das eigene Weltbild nicht mehr an der Realität gemessen wird, sondern nur noch an den eigenen Theorien.

Die wahre Intelligenz ist nicht, blind zu glauben, was Autoritäten sagen. Sie ist die Fähigkeit, immer wieder zu hinterfragen: „Passt das zu dem, was ich sehe, was ich fühle, was ich erlebe?““

Es kommt immer anders, wenn man denkt und handelt.

Eine eigene Meinung zu entwickeln und zu vertreten, wenn es darauf ankommt, ist durchaus eine Herausforderung. Und eben so schwer fällt es vielen, nicht die eigene Meinung mit Nachdruck zu äußern, wenn es einem unter den Nägeln juckt…..Sie kennen solche Situationen sicher zur Genüge. Ein Stimmungswechsel im Land ist absolut zu spüren. Vielleicht sind auch deshalb nicht so viele dem Aufruf der Grünen und Linken zur Blockade des Parteitags gekommen wie vorher gedacht?

Lafontaine bei Preradovic

Zeit neuer Oligarchen….

Buch: Peter Sloterdijk „Der Fürst und seine Erben“ – über große Männer im Zeitalter der gewöhnlichen Leute. Hier ansehen

Es ist eine große zivilisatorische Leistung, dass ein durch eine Wahl der Wahlberechtigten manifestierter Wunsch nach Regierungswechsel, die alte Regierung diesen Wunsch der Bevölkerung akzeptiert und zurück tritt. Zumindest sollte es so sein. Derzeit wird in den öffentlichen Medien von einem bevorstehenden Staatsstreich gefaselt. Dieser Begriff soll sich in die Köpfe einbrennen als drohende Gefahr – also wieder einmal wird mit Angst gearbeitet. Ein Staatsstreich ist ein gewalttätiger Akt zur Machtveränderung, der von einer Minderheit durchgeführt wird – durchaus auch gegen den Wunsch einer Bevölkerung. Wir erleben eine normale demokratische Realität. Dass nach einem Regierungswechsel Beamte ausgetauscht bzw. versetzt werden, ist ein völlig normaler und verständlicher Vorgang, den zuletzt die Grünen massiv durchgesetzt haben. Ein neu gewählter Minister hat das Recht, einen zuverlässigen Kreis an Mitarbeitern zu bilden. Menschen mit extremen Ansichten gibt es in jeder Färbung – egal ob grün, rot oder sonst welcher Farbnuance. Ob es gut war etwas Neues zu wählen, wissen wir in ein paar Jahren. Dass es falsch wäre, etwas Altes zu wählen, wissen wir schon heute.

es ist doch nur…

Empört euch – und bleibt in eurer Mitte. Das ist das Leichte, was so schwer zu schaffen ist. Wir können aber sehr wohl entscheiden, wie wir selber im Alltag agieren und das Miteinander gestalten. Es gibt die Lehrer, die sich mit Herzblut für das Wohl der Kinder einsetzen und Anweisungen trotzen. Es gibt hilfbereite freundliche Beamte, die einem beim Weg durch den Amtsdschungel helfen. Es gibt die vielen hilfsbereiten und lächelnden Menschen in allen Berufssparten. Sie alle sind ein Baustein für ein besseres Miteinander – für die vielen kleinen Möglichkeiten, die jeder hat, etwas zu ändern, anzuprangern und zu hinterfragen. Wenn uns jemand aus dieser Lethargie holen kann, dann nur wir selber. Übrigens hilft es kaum, irgendwelche pauschalen Petitionen zu unterzeichnen. Engagieren Sie sich in Ihrem Bezirk – nerven Sie doch mal die Abgeordneten, die bei Ihnen um die Ecke im Bürgerbüro sitzen und Sprechzeiten haben. Es hilft vielleicht, die Realität in die „Stube“ zu tragen und Forderungen zu stellen.

Ich will unbedingt noch Humor und Ironie nennen, die durchaus helfen, sich Luft zu machen und nebenbei auch noch für manchen Augen öffnend wirken können.

Passen Sie gut auf sich auf und ich wünsche eine schöne Sommerzeit.

Christiane Clauss-Ude