Gemeinnützige Treuhandstiftung für ganzheitliches und autarkes Leben

Monatsarchive: Dezember 2016

Der alljährliche Konsum-Wahnsinn

Hallo Klardenker,

das Jahr neigt sich dem Ende zu – für manche die Gelegenheit alles Revue passieren zu lassen und für die Mehrheit heißt es, den Turbo einlegen, um auch ja die bevorstehenden Tage zu organisieren. Sollten Sie noch nicht im Stress sein, dann werden ihnen Funk und Fernsehen schon den Weg dahin weisen. Nicht nur, dass ständig von Stress geredet wird bis er eingeredet ist – entscheidender ist ja letztendlich, dass alle nur ihr Bestes wollen – ihr Geld. Marketingstrategen bestimmen unser Konsumverhalten.

Verkauf funktioniert über das Erzeugen von Begierden und dem Schüren von Ängsten. Seit Beginn des 20.Jahrhunderts werden wir durch professionelle Werbeagenturen in der Kaufspur gehalten. Einer der ersten großen Erfolge einer Werbeagentur soll 1916 in Amerika stattgefunden haben. Das Produkt war ein auf den Forschungsarbeiten eines Sir Joseph Lister basierendes und von Dr. Joseph Lawrence entwickeltes Desinfektionsmittel für OP-Säle, Krankenhäuser und Wunden.

Erst ihre Partnerschaft mit dem Apotheker Jordan Lambert , der Gründung der Lambert Pharmaceutical Company und der Einschaltung von Werbefachleuten brachte den Rubel – pardon Dollar ins Rollen. Plakate und Filmchen beschrieben jungen Frauen die Peinlichkeit von drohendem Mundgeruch – und der Umsatz stieg um 80% im ersten Jahr. Das Grundschema war geboren. Der Appell an grundlegende Ängste ist Basis für den geschürten Hygienewahn im eigenen Heim. Meist ist der Einsatz von Essig und Zitrone ausreichend und nicht zu vergessen der ureigene Sinn für Ekel, der für das Überleben wichtig ist.

Ein Verfallsdatum auf Esswaren ist verkaufsfördernd. Vertrauen sie wieder ihren Sinnen und dem gesunden Menschenverstand und schon erkennen Sie, was nicht mehr für menschlichen Verzehr geeignet ist. In den 70er Jahren stieg die Pharmaindustrie dann so richtig in die Werbung ein. Nur an Kranke zu verkaufen war nicht mehr genug. Das Schüren der Angst, nicht normal zu sein, ist genau so wirkungsvoll wie die Sorge, leistungsfähig zu bleiben – heute oft gepaart mit der Angst um den Erhalt des Arbeitsplatzes.

„Dallas“, die Serie, die ja niemand gesehen haben will, aber alle die Personen und die Handlung kennen, war die erste ihrer Art, in der gezielt Produkte eingesetzt waren, um Begehrlichkeiten und Sehnsüchte zu wecken. Es hat geklappt.

Der Konzern Pfizer brachte das freiverkäufliche und den Cholesterinwert senkende Mittel Lipitor auf den Markt. Durch die gezielte Werbekampagne wurde es 1999, so zu sagen über Nacht, zum erfolgreichsten Medikament und man konnte die Zahl der Anwender von 13 Millionen auf 36 Millionen erhöhen. Ich empfehle das Buch oder Hörbuch „Die Cholesterinlüge“ von Prof.med. Walter Hartenbach.

Da es uns insgesamt ganz gut geht, ist es nun an der Zeit, dass wir Käufe tätigen sollen, auf dass wir uns besser fühlen. Heute stehen, neben der Gesundheit, Fitness , Schönheit und Antiaging im Focus. Eigens dafür wurde die US-Academie für Antiaging und Health gegründet. Zu den Folgen vom Einsatz diverser Wachstumshormone für Bodybuilder und dem auch durch Topfmoppels bestimmten Schönheitswahn muss ich hier keine weiteren Ausführungen machen.

Als neue Zielgruppe rückten die lieben Kleinen ins Blickfeld. Kinder wurden als Konsumenten erkannt. „Star Wars“ und „Jurassic Park“ waren die Wegbereiter – erstmals gab es die Verbindung von Hollywood mit der Spielzeugindustrie. Es wurden Lizenzen ausgegeben, die es ermöglichten, Filmfiguren als Spielzeugfiguren zu produzieren…… Man konnte zu ganz neuen Geschäftsgalaxien vorstoßen. Nicht zu vergessen die wieder erstandene Freude an Sammelalben und –bildern. Die Firmen Hasbro und Mattel drehten den Spieß dann erstmalig um. Erst wurde ein Spielzeug kreiert – die Transformers – und danach das Drehbuch geschrieben.

Inzwischen wurde auch erkannt, dass Kinder starken Einfluss auf das Kaufverhalten der Eltern haben. Das Familienauto wird von der Frau, den Kindern und etwas auch vom Mann bestimmt. Die Ersten, die das verstanden haben waren Toyota – die Werbung mit Tieren und Witz sprachen die Kids an….. Der Kinder-Sender Nickelodeon hat sofort darauf reagiert und Autowerbung in den Plan genommen.

Aber auch das Kind im Erwachsenen wird angesprochen – siehe der Verkauf von Drohnen und Flugzeugen. Erwachsene dazu bringen, sich wie Kinder zu verhalten, das ist auch der Trend bei Video-, Computer- und Smartphonespielen. Die neuen Spielkonsolen und Rollenspiele sind extra auf Erwachsene ausgerichtet – die Spiele „Egoshooter“ oder „Call of Duty“ stehen hier als Beispiele. Ein trauriger Aspekt tritt dabei verstärkt auf – das Suchtverhalten und der Weg in die Einsamkeit. Aber das ist dann ein anderes Thema.

Zu kindlichem Verhalten gehört vor allem auch eine unüberlegte Spontanität. Erwachsene überlegen mehr und länger, wofür sie ihr schwer verdientes Geld ausgeben. War es zunächst die Einführung des Kaufens mit Geldkarte, die das bewusste Anfassen Öffnen der Börse und dem Anfassen von Geld (und dem Wenigerwerden im Portemonaie) nicht mehr so sichtbar macht, so ist es inzwischen das Nutzen einer Kreditkarten, das noch mehr ein Zögern vor dem Kauf vermindert. Die Verbindung zwischen Kauf und Bezahlung wird immer weiter aufgelöst. Heute sind wir beim Einkauf per Mausklick, mit dem wir ohne jedes Zögern, Überlegen und vor allem sofort unsere Wünsche erfüllen. Das entspricht kindlichem Verhalten.

Nicht, dass sie jetzt denken, ich hätte etwas gegen kindliches Verhalten. Im Gegenteil. Es gibt genug Gelegenheiten, sich einmal wieder in Erinnerung zu bringen, wie eine spontane und unbefangene Art das menschliche Miteinander bereichern. Wer das Kind im Erwachsenen ganz unerreichbar in sich vergraben hat, der ist ein armer Tropf. Gerade jetzt, zur Weihnachtszeit, bietet sich die Möglichkeit, es wieder zu beleben. Verschwenden sie großzügig ihre Zeit mit den Menschen, die ihnen am Herzen liegen.
Erfüllen sie auch Wünsche der anderen. Schenken soll einzig und allein Freude bereiten – einem selbst und dem Beschenkten. Ein Maß dabei halten kann nicht schaden. Seien sie albern, spielen sie und vor allem, nutzen sie die Zeit miteinander.

Die Entwicklungen in diesem Jahr erfüllen uns wohl alle mit Sorge. Krieg, Gewalt, Armut und ein aus den Fugen geratenes Miteinander erfüllen mit Trauer. Dennoch sollten wir nicht ohnmächtig davon erstarren. Wir wollen Hoffnung haben, dass wir, mit dem Wissen um den unschätzbaren Wert uns beseelter Menschen, Einfluss nehmen können und zur Lösung leidvoller Missstände beitragen können. Jeder lange Weg fängt mit dem ersten Schritt an. Oft liegt er im Miteinander reden.

Ich wünsche ihnen wundervolle und harmonische Weihnachtstage. Kommen sie gut ins neue Jahr.

Christiane Clauss-Ude

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